Herbstzeit - Erntezeit

Was ist zu tun im Obstgarten?

Äpfel, Birnen und anderes Kernobst kann jetzt geerntet werden. Die reifen Früchte mit einem leichten Dreh abpflücken, aber dabei darauf achten, dass die noch nicht ausgereiften Früchte am Baum bleiben, bis sie reif sind. Unreife und überreife Früchte sind nicht für eine Winterlagerung geeignet.

Fallobst sollte ab und zu aufgesammelt werden, denn meistens sind diese Früchte vom Apfelwickler befallen und die Larven können sich im Boden verpuppen um im nächsten Jahr als Falter wieder die Ernte mindern. Außerdem haben diese Früchte Druckstellen die schnell faulen können. Man kann Fallobst ausschneiden, pressen, und dann als Saft verwenden. Die ausgeschnittenen „Würmer“ und die Druckstellen am besten über die Biotonne entsorgen.

Kiwi und Walnüsse können jetzt geschnitten werden, nachdem der Saftstrom nachlässt.

Johannisbeere und Stachelbeeren, die mit Mehltau befallen sind, zurückschneiden und über die Biotonne entsorgen.

Himbeerruten die dieses Jahr getragen haben schneiden wir kurz über dem Boden ab, damit sich Jungtriebe im nächsten Jahr entwickeln und tragen können.

Brombeeren die eine unterschiedliche Färbung in den Früchten aufweisen, sind meist durch die Brombeergallmilbe verursacht. Auch hier empfiehlt sich ein zurückschneiden und eine Entsorgung über die Biotonne, keines falls auf den Kompost bringen, denn dort haben die Schädlinge die optimale Temperatur um den Winter zu überdauern.

Was ist zu tun im Gemüsegarten?

Bei Tomaten und Gurken schneiden wir nach dem 4 oder 5 Fruchtansatz die Triebspitze heraus damit die Kraft noch in die Früchte bis zur Reife kommt. Tomaten die noch grün geerntet werden können bei 15 – 20 Grad auf der Fensterbank nachreifen oder sogar als grüne Tomatenmarmelade verwendet werden.

Endiviensalat und andere Schnittsalate können jetzt noch gepflanzt werden.

Feldsalat oder Rapunzel, Radieschen und Spinat können noch ausgesät werden.

Weißkraut, Rotkraut (Blaukraut) und Rosenkohl bleiben bis zum Frost auf dem Beet. Beim Rosenkohl bricht man den Haupttrieb aus, damit die Röschen noch wachsen können.

Kürbisse sind reif, wenn sie beim Klopfen hohl klingen, je intensiver die Farbe der Frucht ist, umso vitaminreicher ist der Kürbis. Die Reife kann man beschleunigen, indem man Kürbisse nicht mehr gießt. Die fast reifen Früchte legt man am besten auf ein Brettchen, damit sie nicht auf nassen Boden zu faulen beginnen.

Was ist zu tun im Ziergarten?

An Stauden entfernt man abgeblühtes, um sie nochmals zum wachsen zu bringen, außer die Samenstände sind so dekorativ das man sie über den Winter stehen lässt.

Immergrüne Gehölze, wie Rhododendron, Kirschlorbeer und Koniferen können nun gepflanzt werden und ausreichend mit Wasser versorgen, damit sie noch vor dem Frost wurzeln.

Zwiebelpflanzen wie Gladiolen, Freesien und Montbretien nehmen wir aus dem Boden und überwintern sie kühl und dunkel im Keller. Dagegen werden Tulpen, Narzissen, Krokusse und andere Frühjahrsblüher jetzt in die Erde gesetzt. Wenn Wühlmausgefahr besteht, empfiehlt es sich das wir die Zwiebeln in Drahtkörbe oder die im Handel erhältlichen Kunststoffbehälter pflanzen, um sie so vor Fraß zu schützen.

Rosen schneiden wir nur die verblühten Triebe heraus und entfernen krankes Laub von der Pflanze und auch abgefallenes Laub unbedingt entfernen, damit der gefürchtete Sternrußtau nicht die noch gesunden Blätter befällt.

Der Rasen wird ab und zu von abfallenden Laub befreit und unter Umständen auch im Herbst vertikutiert. Eine Herbstdüngung mit entsprechenden Herbstdüngern (Kalibetont) stärkt die Rasengräser für den Winter.

Kübelpflanzen wie Hibiskus und Bougainvillea sollten bei Tagestemperaturen unter 15 Grad Celsius ins Winterquartier gebracht und bei mindestens 15 – 20 Grad überwintert werden. Auf genügend Licht ist zu achten. Inspizieren sie ihre Kübelpflanzen auch nach Schädlingen und Pilzerkrankungen und spritzen nur soviel wie unbedingt notwendig.